Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe Ende Juni 2013 um 4,5 Prozent über Vorjahresniveau

Straßenbau am stärksten im Plus, unterdurchschnittlicher Zuwachs im Wohnungsbau

Dachau, 02.09.2013 – Die in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen verzeichneten Ende Juni 2013 einen Auftragsbestand in Höhe von 6,12 Milliarden Euro.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, entspricht dies im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 4,5 Prozent. Dabei verzeichneten alle Bausparten höhere Auftragsbestände als Ende Juni 2012 mit Ausnahme des Tiefbaus für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (-32,8 Prozent). Vom gesamten Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe Ende Juni 2013 entfielen knapp 1,2 Milliarden Euro bzw. 19,6 Prozent auf den Straßenbau (+22,0 Prozent) und gut 1,25 Milliarden Euro bzw. 20,4 Prozent auf den Wohnungsbau (+3,1 Prozent). Regional betrachtet sind die größten Anteile des aktuell festgestellten Auftragsbestandes den bauhauptgewerblichen Betrieben in Oberbayern (27,9 Prozent; -6,4 Prozent), der Oberpfalz (16,9 Prozent; +19,8 Prozent) und Nieder-bayern (16,3 Prozent; +4,6 Prozent) zuzurechnen.

Der Auftragsbestand der in Bayern ansässigen Betriebe des Bauhauptgewerbes von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen bezifferte sich Ende Juni 2013 auf insgesamt 6,12 Milliarden Euro, womit der entsprechende Vorjahreswert um 4,5 Prozent übertroffen wurde. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag dabei der aktuelle Auftragsbestand nach Bausparten untergliedert im gewerblichen und industriellen Hochbau (einschl. landwirtschaftlichem Bau) mit 1,53 Milliarden Euro bzw. 25,0 Prozent wiederum am höchsten, in deutlichem Abstand gefolgt vom Wohnungsbau (1,25 Milliarden Euro bzw. 20,4 Prozent), vom Straßenbau (1,20 Milliarden Euro bzw. 19,6 Prozent) sowie vom gewerblichen und industriellen Tiefbau (903,5 Millionen Euro bzw. 14,8 Prozent). Ausgenommen den Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen, für den sich im Vorjahresvergleich ein um 32,8 Prozent niedrigerer Auftragsbestand ergab, war für alle anderen Bausparten ein höherer Auftragsbestand festzustellen, wobei die jeweiligen Zuwachsraten zwischen +3,1 Prozent (Wohnungsbau) und +22,0 Prozent (Straßenbau) betrugen.

Bei einer regionalen Betrachtung auf der Ebene der Regierungsbezirke zeigt sich, dass die größten Anteile des bauhauptgewerblichen Auftragsbestandes den maßgeblichen Betrieben in Oberbayern (1,71 Milliarden Euro bzw. 27,9 Prozent), in der Oberpfalz (1,04 Milliarden Euro bzw. 16,9 Prozent) und in Niederbayern (1,00 Milliarden Euro bzw. 16,3 Prozent) zuzurechnen sind. Die vergleichbar geringsten Anteile ergaben sich für die drei fränkischen Regierungsbezirke, wobei dem Regierungsbezirk Unterfranken die Rolle des Schlusslichts zukam (448,0 Millionen Euro bzw. 7,3 Prozent). Während sich für Niederbayern, die Oberpfalz, Mittelfranken und Schwaben höhere Auftragsbestände als vor einem Jahr errechneten, ergaben sich für Oberbayern und Unterfranken deutlich niedrigere. Die relativ stärkste Zunahme des bauhauptgewerblichen Auftragsbestandes verzeichnete Mittelfranken (+44,7 Prozent gegenüber Ende Juni 2012), den stärksten Rückgang dagegen Unterfranken (-8,6 Prozent).

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im Juli 2013“ (Bestellnummer: E21003 201307). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

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